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Richtig Kompostieren

Komposthaufen

Wenn in der Gartenpflege über Kompost gesprochen wird, wird dieser häufig auch als sogenanntes Gold des Gärtners bezeichnet. Denn durch ihn braucht der Gärtner weniger Dünger und erhält ganz einfach durch verschiedene verwertete Küchenreste wertvolle und nährstoffreiche humose Erde. Diese ist ein hervorragender Dünger und sollte daher in keinem Garten fehlen. Im folgenden Ratgeber wird erläutert, wie richtig kompostiert wird und welche Punkte dabei beachtet werden sollten.

Wie sollte kompostiert werden?

 

1. Den richtigen Platz im Garten wählen

Um den gewünschten Effekt zu erzielen, muss ein idealer Platz zum Kompostieren gewählt werden. Am besten eignet sich ein Ort im Halbschatten, wie zum Beispiel unter einem Baum oder hinter einem Haus. Der Komposthaufen sollte niemals der direkten Sonne ausgesetzt sein. Denn dann könnte das Material in ihm zu schnell austrocknen, was unbedingt vermieden werden sollte. Darüber hinaus sollte der Komposthaufen auch etwas gegen Niederschläge geschützt sein. So lässt sich vermeiden, dass die Materialien in starken Regenperioden komplett durchnässen. Der Komposthaufen sollte immer auf normaler Erde stehen, damit von unten Kleinstlebewesen in ihn gelangen können, wie zum Beispiel Regenwürmer.

2. Geeignete Abfälle kompostieren

richtige Abfälle für den Kompost

Es ist sehr wichtig, dass nur geeignete Materialien auf den Komposthaufen gelangen. Dazu zählen die meisten pflanzlichen Garten- und Küchenabfälle, die nicht mit irgendwelchen Schadstoffen belastet wurden. Sehr gut eignen sich zum Beispiel:

  • Rasenschnitt
  • abgeschnittene Äste
  • Gemüse- und Obstreste
  • Eierschalen
  • Kaffee- und Teefilter
  • Stroh und Streu
  • verwelkte Pflanzenteile
  • Strauch- und Baumschnitt
  • Laub
  • Rinde und
  • Sägemehl

Bei den Schalen diverser Südfrüchte (zum Beispiel Bananen, Zitronen oder Orangen) sollte dagegen beachtet werden, dass sie nur in geringen Mengen kompostiert werden dürfen.

Nicht kompostiert werden dürfen dagegen folgende Gegenstände:

  • Metall
  • Glas
  • Kunststoffe
  • Nicht-pflanzliche Essensreste
  • blühendes Unkraut
  • Asche
  • kranke Pflanzenteile
  • Zitrusfrüchte
  • Katzenstreu


Grundsätzlich gilt: Umso vielfältiger die Mischung an Materialien und Kompostabfällen in dem Komposthaufen ausfällt, desto besser und schneller verläuft der Rotteprozess!

3. Die Abfälle vor dem Kompostieren erst zerkleinern

Gerade wenn es sich harte und größere Abfälle oder Materialien wie zum Beispiel Äste von einem Strauch handelt, sollten diese vor dem Kompostieren erst noch zerkleinert werden. Denn dann passt zum einen mehr in den Behälter und zum anderen verrotten sie so auch selber schneller. Eventuell macht es Sinn, die Äste und Zweige mit einem Gartenhäcksler zu bearbeiten.

Denn durch das Häckseln können die Fasern der Holzteile sehr zuverlässig aufgebrochen werden, wodurch diverse Mikroorganismen schneller und leichter in die Abfälle eindringen und sie zersetzen können. Besonders sperriges Material sollte auf eine Länge von circa fünf Zentimeter geschnitten werden. Denn so hat es immer noch eine ausreichende Größe, um die Durchlüftung im Kompostbehälter zu ermöglichen. Laub und anderes weiches Material kann zum Beispiel mit einem Rasenmäher oder einem Trimmer zerkleinert werden.

4. Immer für eine passende Feuchtigkeit sorgen

Oben wurde bereits kurz erwähnt, dass ein Austrocknen des Materials im Komposthaufen zwingend vermieden werden sollte. Zudem sollte es aber auch nicht zu nass sein. In beiden Fällen würde die Verrottung verlangsamt und die Abfälle könnten sogar faulen, was natürlich vermieden werden sollte. Die unterschiedlichen Kleinstlebewesen brauchen immer genug Wasser, um ihrer Arbeit nachgehen zu können. Um die ideale Feuchtigkeit in einem Komposthaufen einzustellen, kann die folgende Faustregel sehr hilfreich sein:

Der Kompost sollte maximal so nass sein, wie sich ein ausgedrückter Schwamm anfühlt. Wenn es einmal mehrere Tage oder sogar Wochen gar nicht regnet, sollte er daher mit ein wenig aufgefangenem Regenwasser befeuchtet werden. Wenn es sich um einen offenen Behälter handelt, wird dieser bei starkem Regen mit Kompostschutzvlies oder auch speziellen Stroh- oder Schilfmatten für diese Zeit abgedeckt.

5. Natürliche Zusätze nutzen

Am Anfang macht es Sinn, den Rotteprozess etwas anzustupsen. Hierfür können fertige Kompoststarter verwendet werden. Dies sind zumeist aber gar nicht notwendig, wenn in dem Behälter eine ausgewogene Materialmischung vorherrscht. Einige Biogärtner nutzen bestimmte Auszüge aus Wildkräutern (wie zum Beispiel aus Brennnesseln), um frisches auf natürliche Weise zu harmonisieren. Auch kann es Sinn machen, eine Schaufel normaler Gartenerde oder auch bereits fertigen Kompost unter die anderen Materialien zu mischen.

6. Behälter regelmäßig umsetzen

Um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen, sollte der Kompostbehälter regelmäßig umgesetzt werden. Ein bis zwei Mal im Jahr fällt diese Arbeit an. Durch das Umsetzen gelangen diverse Materialien vom Rand in den Behälter. Dort verläuft der Rotteprozess logischerweise an intensivsten. Darüber hinaus wird durch das Umstellen auch die Belüftung verbessert und es lassen sich sauerstoffarme Bereiche im Inneren vermeiden beziehungsweise verringern. Am besten wird der Kompostbehälter das erste Mal im Jahr im Frühjahr umgesetzt.

Fazit

Erde + Hand

Kompost ist in jedem Garten ein sehr wertvolles Gut und ein perfekter Dünger. Doch damit er zu einem solchen wird, sollten die oben beschriebenen Tipps beachtet werden. Vor allem muss der Gärtner darauf achten, dass auch wirklich nur geeignete Abfälle in den Behälter gelangen.

Große Äste schneidet er vor dem Kompostieren klein oder bearbeitet sie mit einem Gartenhäcksler. So verrotten sie schneller und lassen dennoch genug Luft durch. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, wie auch die passende Bewässerung. So sollten die Abfälle im Inneren des Behälters in etwa so nass sein, wie ein ausgedrückter Schwamm.

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